Man beschäftigt sich mit dem was geht, und nicht mit dem, was nicht geht

Zusammen mit Gästen aus Politik, Feuerwehren und den Hilfsorganisationen feierte der THW Ortsverband Paderborn seine diesjährige Jahreshelferversammlung und hielt dabei Rückschau auf das Jahr 2025.

„Die Blaulichtfamilie wächst in der Region immer mehr zusammen.“ Das war für den THW Ortsbeauftragten Christoph Wiegand ein ganz wichtiger Satz in der Begrüßung der Gäste sowie der eigenen Helfer. Keine Organisation steht allein da, alle bringen sich nach ihren Fähigkeiten ein. So ist auch der THW Ortsverband Paderborn mit seinen verschiedenen Fachberatern (FB) auf einem guten Weg. Ob in der Deichverteidigung, also im Hochwasserschutz, als FB Forst bei Waldbränden oder FB Bau bei einsturzgefährdeten Gebäuden – ihre Expertisen werden immer mehr von anderen Organisationen angefordert.

Dabei stehen, sollte es zu Folgeeinsätzen kommen, 232 einsatzbefähigte Helfer – darunter zur Zeit auch 22 Frauen – zur Verfügung. Der Ortsverband Paderborn hat sich im Laufe der Jahre gut und breit aufgestellt. 36 Lehrgänge wurden allein im letzten Jahr besucht. 26 Helferinnen und Helfer sind gut ausgebildete Atemschutzgeräteträger – und bilden sich jährlich weiter. Zehn Helfer haben die Befähigung für Einsätze im Ausland. Und mit verschiedenen THW-Bereichsausbildern für Kraftfahrer, Sprechfunk, Motorsäge, Maschinist SEA oder Gabelstapler erfolgen regelmäßig interne Schulungen. Mittlerweile werden sie sogar schon von der Feuerwehr angefordert oder es finden gemeinsame Weiterbildungen statt.

Bernd Lüke von der Kreisfeuerwehr Paderborn brachte es auf den Punkt mit den Worten: „Ich bin noch in einer Zeit groß geworden, da konnte die Feuerwehr alles, wollte alles selber machten. Zum Glück ist das nicht mehr so. Heute verzahnen wir die Ausbildung.“

Auch die Polizei wisse die Arbeit des Technischen Hilfswerk zu schätzen, so Landrat Christoph Rüther in seinen Grußworten. Die Heranführung der Jugend an das Ehrenamt war für Rüther ebenfalls ein ganz besonders wichtiger Aspekt. Und griff damit die Anzahl der jungen Helferinnen und Helfer auf. Diesen fast 50 jungen Menschen Halt und Werte vermitteln, sei für die Ausbilder und Betreuer eine enorme Herausforderung und bedürfe einer großen Wertschätzung. Zuvor hatte die THW-Jugend in einem Film den Rückblick auf 2025 zusammengestellt.

Für den neuen stellvertretende Bürgermeister Robert Siemensmeyer war es in seiner Funktion als Vertreter der Stadt Paderborn ein Antrittsbesuch. Im Rahmen seiner langjährigen Zugehörigkeit zur Feuerwehr aber als „alter Hase“ der Blaulichtfamilie ein Besuch unter Kollegen. Der Dank der Stadt Paderborn für die Einsatzbereitschaft galt den Menschen im Ortsverband Paderborn, die im Katastrophenfall durch keine KI ersetzt werden können.

Welche Menschen hinter dem THW Paderborn stecken, zeigte Ortsbeauftragter Christoph Wiegand bei den Ehrungen auf. Die Zugehörigkeit über 20 Jahre bei Daniel Hesse, 25 Jahre bei Andreas Leininger oder 40 Jahre bei Frank Diehl unterstreiche die Verbundenheit. Und mit dem THW-Helferzeichen in Gold an Rober Cordie (für Jugendarbeit), Rene Henkenius (OV-Stab), Andre Rothfeld (Fachgruppe Räumen), Peter Rupp (Schirrmeistertätigkeit) sowie Markus Wenger (Logistik) wurde deren Engagement besonders gewürdigt.

Am Ende brachte Sascha Meyer, Leiter der THW Regionalstelle in Arnsberg, zum Ausdruck, wofür das THW steht: Menschen begeistern und Hoffnung geben, wo Hoffnungslosigkeit ist.

    Eine "Blaulicht-Familie": v.l. Robert Siemensmeyer, Reter Rupp, Gerd Sailer, Markus Wenger, Christoph Wiegand, Rene Henkenius, Rober Cordie, Andre Rothfeld, Christoph Rüther Bernd Lüke und Sascha Meyer
    Auf insgesamt 85 Jahre THW-Erfahrung sind stolz:Gerd Sailer, Robert Siemensmeyer, Christoph Wiegand, Frank Diehl, Andreas Leininger, Daniel Hesse, Christoph Rüther und Bernd Lüke